Hehn wird Pfarre, Pfarrer Benedikt Berchem (1858-1873)

Die Vorgeschichte

Seit dem Mittelalter gehörte Hehn zur Gladbacher Pfarre, deren Anfängemehr als zwölfhundert Jahre bis in die karolingische Zeit zurückreichen.Sie umfasste ein ausgedehntes Gebiet, zu dem das Territorium der späteren Stadt Mönchengladbach im Herzogtum Jülich und vermutlich auch ursprünglich Rheydt gehörte. Sie war ab der Wende vom 10. auf das 11. Jahrhundert Bestandteil des Erzbistums Köln und grenzte an das Bistum Lüttich, zu dem es auch einmal gehört hatte und bei dem die heutigen Mönchengladbacher Stadtteile Wickrath und Rheindahlen mit Wolfsittard verblieben waren.Die letztgenannte Gemarkung wurde 1853 dem Rektorat und fünf Jahre später der neuen Pfarre Hehn zugesprochen. Zu Anfang des 13. Jahrhunderts wird das Dorf Hehn zum ersten Mal urkundlich erwähnt und zwar im Zusammenhang mit dem sogenannten Kammerforst, einem großen Waldgebiet im Besitz der Abtei Gladbach, an dessen Rand die Hehner lebten,in dem sie Holz sammeln und Bauholz zum eigenen Bedarf schlagen durften.

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Die erste nach Plänen von Vincenz Statz vollendete Kirche

Die erste nach Plänen von Vincenz Statz vollendete Kirche

Vincenz Statz (1819-1898) hat in seinem Leben mehr als hundert Kirchen und Kapellen gebaut, darunter den neuen Dom in Linz an der Donau, der 1862 begonnen, aber erst 26 Jahre nach seinem Tod, 1924 vollendet worden ist. Neben diesem Bauwerk zählt die Basilika in Kevelaer (Kreis Kleve) zu seinen bedeutendsten Werken.

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Benedikt Berchem zum Rektor in Hehn ernannt

Benedikt Berchem zum Rektor in Hehn ernannt

Mit Unterstützung Halms handelte das Kölner Generalvikariat schnell.
Schon nach drei Monaten, am 29. Oktober 1853, ernannte der Erzbischof Johannes Kardinal von Geissel (1796-1864) Heinrich Benedikt Berchem zum Rektor in Hehn. Das Rektorat umfasste Hehn und Wolfsittard. Eine eigene Pfarre war das noch nicht, aber sie sollte folgen. Benedikt Berchem war am 17. August 1822 in Essen geboren worden. Er hatte in München und Bonn Theologie studiert und 1848 die Priesterweihe empfangen. Bevor er nach Hehn berufen wurde, wirkte er als Rektor in Spiel (Gemeinde Titz/Kreis Düren). Mit 31 Jahren war er noch sehr jung.

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Das Fest Mariae Heimsuchung

Das Fest Mariae Heimsuchung

Da Hehn ein Marienwallfahrtsort war, ist es nicht weiter verwunderlich, dass man die neue Kirche der Muttergottes weihte. Warum man aber das am 2. Juli gefeierte Fest Mariae Heimsuchung wählte, ist nicht bekannt. Es mag damit zusammenhängen, dass Halm am 5. Juli des Jahres 1851 den Grundstein für die Kirche gelegt hatte. Das waren drei Tage nach diesem Marienfest, also noch in der Oktav.

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Die Marienkapelle

Die Marienkapelle

1866 war die Kapelle aus Holz baufällig geworden. Für eine neue sammelte Berchem bei den Wallfahrern. Sie sollte achteckig werden und im Stil der Neogotik erbaut werden. Warum die Hehner ein Achteck wünschten, ist nicht genau bekannt. Vielleicht erinnerten sie sich an die Gnadenkapelle in Aldenhoven (Kreis Düren), die vermutlich auf die Marienkapelle von Altötting in Bayern, eine der meistbesuchten Wallfahrtsstätten Deutschlands, zurückgeht.

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Das Pfarrhaus

Das Pfarrhaus

In den Baukosten steckten auch noch die für das gleichzeitig gebaute zweigeschossige Pfarrhaus. Es hat sich bis heute erhalten und über seiner Tür begrüßt den Eintretenden Christus als der gute Hirte.

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