Hehn und seine Vierzehn Nothelfer (1): Mutter und Magd

Eine heimatgeschichtliche Plauderei von Helmut Köhnes

Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung des "Rheindahlen Almanach '98"

Meine früheste Erinnerung an den Kirchplatz in Hehn bezieht sich nicht auf eine Maiandacht, sondern auf einen Maikäfer. Meine Mutter hatte mich zwar zum Beten hingeführt. Ich entdeckte aber auf einem mit weißem Kies bestreuten Weg das Krabbeltier, und es nahm mein Interesse ganz in Anspruch. Damals hatte ich die Kirche sofort aus dem Auge verloren. Inzwischen habe ich sie wiederentdeckt. 

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Hehn und seine Vierzehn Nothelfer (2)

Eine heimatgeschichtliche Plauderei von Helmut Köhnes

Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung des "Rheindahlen Almanach '98"

Damit aber war es nicht genug. Gut zwei Jahrzehnte später, im Jahre 1894, wurde auf dem Gelände der Pfarrkirche eine Lourdes - Grotte und neben der Kirche eine Rochus-Grotte erbaut. Über diesen Heiligen, nebenbei den Pfarrpatron von Broich-Peel, möchte ich hier einmal hinwegsehen. Zur Madonna von Lourdes habe ich desto mehr anzumerken. Wie kann es sein, daß Maria vor rund hundert Jahren in unserer Heimat gerade in der Gestalt vor Augen geführt wurde, in der sie, so hörte man, in einem abgelegenen Pyrenäenort erschienen war? Immerhin haben dieselben Leute, die im Liede behaupteten, "siegreich Frankreich schlagen" zu wollen, vor einer Darstellung gebetet, die der Beschreibung der "Dame" entsprach, wie sie ein kleines französisches Mädchen, Bernadette Soubirous, im Jahre 1858 gegeben hatte. Solche Figuren sieht man auch in Rheindahlen. Eine steht im Ortsteil Sittard, eine weitere findet sich auf dem Gelände des Krankenhauses am Südwall. 

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Hehn und seine Vierzehn Nothelfer (5)

Eine heimatgeschichtliche Plauderei von Helmut Köhnes

Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung des "Rheindahlen Almanach '98"

So erstaunt es nicht, daß damals eine Messe zu Ehren der Vierzehn entstand. In deren Tagesgebet wurde eine Aussage gemacht, welche die Ausnahmestellung der Nothelfer deutlich hervorhob. Gott wird angeredet: "...der Du Deine Auserwählten, Georg und die übrigen, vor allen anderen mit bestimmten Privilegien ausgestattet hast, damit alle, die in ihren Nöten deren Hilfe anflehen, gemäß dem aus Deiner Gnade stammenden Versprechen die heilsame Wirkung ihrer Fürbitte erfahren, ...". 

 

 

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Hehn und seine Vierzehn Nothelfer (3): Vierzehn Heilige

Eine heimatgeschichtliche Plauderei von Helmut Köhnes

Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung des "Rheindahlen Almanach '98"

Leo Eißen, der gegenwärtig amtierende Pastor von Hehn (1998), schätzt, daß es im deutschen Sprachraum zweihundert kirchliche Stätten gibt, an denen die vierzehn Nothelfer besonders verehrt werden. Die meisten befinden sich im südlichen Teil. Nicht weit von Hehn entfernt kommt die Gruppe noch in Neuenhoven im Kreis Neuß vor. 

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Hehn und seine Vierzehn Nothelfer (6): Christophorus im Wandel

Eine heimatgeschichtliche Plauderei von Helmut Köhnes

Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung des "Rheindahlen Almanach '98"

Um die Lebensgeschichten der vorbildlichen Heiligen entstanden schon bald nach ihrem Tode zahlreiche Legenden. Eine "Legende" ist dem Wortsinn nach etwas, das "des Lesens wert" ist. Einer solchen bedenkenswerten Überlieferung zufolge lebte die heilige Barbara ja in einem verschlossenen Turm, in dem sie der eigene Vater gefangenhielt. Dieser Turm aber war mit allem Luxus ausgestattet, "wie kaum einer an des Kaisers Hof". Barbara war somit nicht die Gefangene eines primitiven und grausamen, sondern eines überbesorgten Vaters. 

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Hehn und seine Vierzehn Nothelfer (4): Diesseits und Jenseits

Eine heimatgeschichtliche Plauderei von Helmut Köhnes

Quelle: Abdruck mit freundlicher Genehmigung des "Rheindahlen Almanach '98"

Wenn ich es besonders salopp ausdrücken wollte, müßte ich sagen: Die Gläubigen verlangten also für ihr Leben eine Rundumversicherung mit zweifach gesicherter Zuverlässigkeit.Unter Bezug auf die überlieferten Lebensbeschreibungen der Heiligen erhob man ganz bestimmte Erwartungen. Dionysius war enthauptet worden: Er wurde zum Helfer bei Kopfleiden. Katharina sollte eigentlich den Martertod durch ein mit Sicheln bestücktes Rad erleiden. Erst als sich diese Marter nicht durchführen ließ, enthauptete man sie. Wegen des Rades, das man ihrem Bild als Erkennungszeichen hinzufügte, wurde sie zur Patronin der Wagner, Stellmacher und Müller. 

 

 

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