Die Entstehung der Wallfahrt nach Hehn

Die Entstehung der Wallfahrt nach Hehn

Abweichend von Pfarrer Berchem erzählt sein Nachnachfolger Theodor Jöbges, die Wallfahrt nach Hehn und die dortige Verehrung der Muttergottes gehe bis in die Zeit des Gladbacher Abtes Vitus Ulricus, der von 1583 bis 1587 dem Kloster vorstand, zurück. Er habe in der Hehner Gemarkung im „Heiligenpesch“ -Pesch bedeutet in unserer Gegend „ein kleines, vereinzeltes Waldstück“ (H. Dittmeier)- eine Gnadenkapelle aus Holz eingeweiht. Dort sei eine Marienfigur aufgestellt worden, die der Hehner Bauer Herx aufgefunden habe.

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Hehn im Kulturkampf, Pfarrer Richard Bertram (1873-1888)

Erzbischof Melchers zur Gefängnisstrafe verurteilt

Nach dem Weggang Berchems setzte der Kölner Erzbischof in Hehn einen neuen Pfarrer ein. Er hieß Richard Bertram. Das wurde dem Kirchenvorstand am 23. Oktober 1873 mitgeteilt. Der neue Pastor stammte aus Stolberg (Kreis Aachen). Dort war er am 14. Juli 1834 zur Welt gekommen. Somit war er bei seiner Berufung nach Hehn 39 Jahre alt, auch das war für damalige Verhältnisse noch recht jung. Es war seine erste Pfarrstelle. Zuvor war er nach seinem Studium in Bonn und Tübingen und seiner Priesterweihe 1859 Kaplan in Brachelen (Kreis Heinsberg) gewesen.

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Die Grotte der Vierzehn Nothelfer

Rechts von der Lourdesgrotte schließt sich die Grotte der Vierzehn Nothelfer an, die Ende 1894 fertig gestellt wurde. Sie galt den Zeitgenossen als eine „unvergleichlich schöne, großartig angelegte Grotte zum Emporsteigen, um an den Bildern der Vierzehn Nothelfer vorbei zu gehen und das alles beherrschende Zeichen der Erlösung zu verehren.“ Im „unteren Gewölbe der Grotte“, so hieß es weiter in dem hier zitierten Zeitungsbericht, seien… „die ergreifend schöne Pietà von Achtermann und der Heiland im Grabe ausgestellt“.

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Die Wilhelminische Zeit, Pfarrer Theodor Jöbges (1888-1916)

Der Nachfolger Bertrams hieß Theodor Jöbges. Er stammte aus dem benachbarten
Rheydt, wo er am 14. September 1840 geboren worden war. Dieser Ort war damals noch überwiegend evangelisch und erhielt erst zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert eine katholische Mehrheit, verursacht durch die stetige Zuwanderung von Menschen aus dem katholischen Umland ab 1850.

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Hehn, ein beliebter Wallfahrtsort

Pfarrer Jöbges ließ nicht nur die Grotten bauen, sondern sorgte überdies für die Pflanzung einer Ulmenallee entlang des Kirchgeländes, das damit zu einer geschlossenen Einheit wurde. Die Ulmen mussten 1925, als sie eine Krankheit befallen hatte, zu zwei Dritteln gefällt und durch Linden ersetzt werden.

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Die Hehner Grotten

Peter Norrenberg erwähnt in seiner Dekanatsgeschichte, die Grotten seien 1883 angelegt worden. Wo sie genau lagen, sagt er nicht. Vier Jahre später hat der Kölner Erzbischof Krementz in Hehn eine Grotte besucht. Auch hier wissen wir nicht, an welcher Stelle sie stand. Eine weitere Frage bleibt: Was wurde hier zu Zeiten des Kulturkampfs erbaut? Es lässt sich nur erahnen.
Wahrscheinlich war es eine Lourdesgrotte. Dafür gibt es eine Vermutung, für die einiges spricht.

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